Eine kieferorthopädische Behandlung besteht fachlich immer aus einem Mix von medizinisch notwendigen und medizinisch wünschenswerten Leistungen. Hierbei richten wir uns an zeitgemäßen, bewährten Erfordernissen mit ästhetischem Behandlungsabschluss aus.

Finanzierung einer kieferorthopädischen Behandlung bei Privat Versicherten

Privat Versicherte erhalten hier einen Zuschuss zur Behandlung welcher sich auf den jeweils abgeschlossenen Tarif bezieht.

Sonderfall Beihilfe:
Beihilfeberechtigte erhalten in der Regel einen Zuschuss zur Behandlung in Höhe der bei gesetzlich Versicherten vorgesehenen Leistungen und müssen die Differenz zur privaten Behandlung privat versichern oder selbst tragen.

Behandlungen nach dem 18. Lebensjahr:
Privat Versicherte bekommen, abhängig vom abgeschlossenen Tarifvertrag, die Behandlung in der Regel teilweise bezahlt.


Finanzierung einer kieferorthopädischen Behandlung bei gesetzlich Versicherten

Für gesetzlich Versicherte werden die medizinisch notwendigen Leistungen (noch) als sog. Sachkosten von der Krankenkasse unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten bereitgestellt. Allerdings unterliegen diese Sachleistungen einschränkenden wirtschaftlichen Zwängen (Zeitdruck, Budget, Degression, Tagesprofile) der Krankenkassen und des Gesetzgebers.

Finanzierung medizinisch wünschenswerter Mehr- und Außervertraglicher (ML/AVL) Leistungen bei gesetzlich Versicherten

Wie vorstehend schon ausgeführt besteht eine kieferorthopädische Behandlung fachlich aus einem Mix von medizinisch notwendigen und medizinisch wünschenswerten Leistungen.

Die medizinisch notwendigen Leistungen beinhalten vorwiegend die Steuerung des Zahnwechsels und die Beeinflussung von Wachstumsstrukturen in eine möglichst günstige Entwicklungsrichtung sowie Beseitigung größerer Engstände und Kippungen der Zähne. Das Ziel hierbei ist eine ausreichende und wirtschaftliche Versorgung unter einschränkenden Kassenbudget-Gesichtspunkten damit ein erheblich (siehe SGB V) eingeschränktes Beissen, Kauen, Sprechen und Atmen in einen akzeptablen Zustand überführt wird.

Medizinisch wünschenswerte ML/AVL-Leistungen beinhalten dagegen eine komfortable, nicht an einschränkenden wirtschaftlichen Zwängen (Zeitdruck, Budget, Degression, Tagesprofile) ausgerichtete Behandlung. Ziel ist eine gleichmäßige, perlschnurartige Ausrichtung der Zähne unter gesichtsästhetischen Gesichtspunkten mit einer gesicherten Biss-Situation zur Vorbeugung parodontaler Schäden.

Die ML/AVL-Leistungen werden hierbei meist in 30 (bei Frühbehandlung in 18) monatlich gleichbleibenden Teilzahlungen (zwischen 40 und 60 Euro) als Behandlungspaket angeboten. Damit ist eine ästhetisch zielgerichtete Behandlung eigentlich für jedes Kind finanzierbar.

Behandlungen bis zum 18. Lebensjahr:
Hier leisten die gesetzlichen Kassen unter Berücksichtigung der KIG-Einstufung sowie der ML/AVL-Leistungen sofern das Beissen, Kauen, Sprechen und Atmen erheblich eingeschränkt ist und mindestens die KIG-Stufe 3 vorliegt.

Behandlungen nach dem 18. Lebensjahr:
Bei gesetzlich Versicherten (Ausnahme OP-Fälle) sind diese selbst privat zu finanzieren.